Für Deine
Planung
Du möchtest in Sachsen studieren? Herzlichen Glückwunsch, du hast den ersten Schritt in Richtung eines neuen und aufregenden Lebensabschnitts getan. Damit du mit deinem Wunschstudium durchstarten kannst, solltest du zunächst in die konkrete Planung gehen – vom Visum über die Zulassung zum Studium bis hin zur Organisation deiner Finanzen.
Visum – Einreise und Aufenthalt
Kommst du aus der EU, dem EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) oder aus der Schweiz, brauchst du normalerweise kein Visum. Wichtig ist jedoch, dass du dich nach deiner Ankunft beim zuständigen Einwohnermeldeamt anmeldest. Stammst du aus einem anderen Land, hast aber bereits in einem EU-Staat einen Aufenthaltstitel zum Studium, dann brauchst du in der Regel auch kein Visum. Doch auch hier gelten ganz individuelle Voraussetzungen. Daher informiere dich am besten beim BAMF, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Wenn nichts davon auf dich zutrifft, dann brauchst du für dein Studium entweder ein Visum, oder eine Aufenthaltserlaubnis. Es gibt eine Reihe von Ländern, mit denen die Einreise nach Deutschland durch spezielle Abkommen geregelt ist. Informiere dich daher am besten bei der Deutschen Auslandsvertretung deines Heimatlandes, welche Bedingungen für dich gelten. Denke daran, dein Visum in deinem Heimatland rechtzeitig zu beantragen, denn die Ausstellung kann mehrere Monate dauern.
Um dein Visum zu beantragen, musst du einen Finanzierungsnachweis erbringen. Damit kannst du belegen, dass der sogenannte Regelbedarf von ca. 11.904 Euro für deinen Lebensunterhalt für ein Jahr abgedeckt ist. Um diesen Nachweis zu erbringen, gibt es verschiedene Wege. Informiere dich am besten bei der Botschaft, was bei dir möglich ist. Zum Beispiel nutzen viele der Studieninteressierten aus dem Ausland ein Sperrkonto als Nachweis. Dabei werden die 11.904 Euro so lange blockiert, also „gesperrt“, bis du in Deutschland eingereist bist. Achte darauf, das Sperrkonto frühzeitig einzurichten und beglaubigen zu lassen. In Deutschland angekommen, hast du über deine Bank dann Zugriff auf dein Geld.
Visa-Navigator
Das Auswärtige Amt bietet ein Tool an, mit dem du schnell und einfach das richtige Visum für dich ermitteln kannst.
zum Visa-Navigator
Zulassung zum Studium
Auch hier gilt: Kommst du aus der EU, dem EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) oder aus der Schweiz, dann kannst du in der Regel mit deinem Abschluss, den du in deiner Heimat gemacht hast, in Sachsen studieren. Welche Qualifikation du genau brauchst, erfährst du hier.
Mit einem Schulanschluss aus einem anderen Land gelten eventuell andere Voraussetzungen. So kann es sein, dass du entweder in deinem Heimatland zunächst zwei bis drei Semester einen vergleichbaren Studiengang belegen oder ein Studienkolleg in Deutschland absolvieren musst.
Ob deine Hochschulzugangsberechtigung in Sachsen anerkannt wird, kannst du über die Zulassungsdatenbank des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) oder auf Anabin, dem Infoportal zu ausländischen Bildungsabschlüssen, überprüfen.
Wichtig: Die meisten Studiengänge werden auf Deutsch unterrichtet. Dementsprechend solltest du Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau des Europäischen Referenzrahmens (GER) nachweisen können. Oftmals fordern die Hochschulen ein Deutsch-Zertifikat oder eine Sprachprüfung vor Ort bereits in der Bewerbungsphase ein. Einige weiterführende Studiengänge können auch auf Englisch studiert werden.
Eine neue Sprache zu lernen, ist oft nicht ganz leicht. Für ein Studium an einer sächsischen Hochschule aber meist Voraussetzung. In Sachsen gibt es zahlreiche Sprachschulen, in denen du deine Deutschkenntnisse verbessern kannst. Achte darauf, dass du einen Deutschkurs besuchst, der deinem Sprachniveau entspricht. Welches das genau ist, kannst du zum Beispiel auf der Website des Goethe-Instituts herausfinden. Außerdem ist es wichtig, dass der Kurs mit einer anerkannten Deutschprüfung abgeschlossen werden kann.
Studienkollegs in Sachsen
TUDIAS
Studienkolleg Sachsen
Studienkolleg Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)
Studienkolleg Hochschule Mittweida
Die richtige Bewerbung
Der Bewerbungsprozess für ein Studium in Sachsen kann sich je nach Studiengang unterscheiden. Bei zulassungsfreien Studiengängen kannst du dich direkt an der Hochschule einschreiben. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, wie zum Beispiel Medizin oder Pharmazie, musst du ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Worauf du achten musst, erfährst du hier.
Deine Finanzen regeln
In Sachsen sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands relativ niedrig, dennoch solltest du deine Finanzen frühzeitig planen. Besonders wichtig ist eine Krankenversicherung. Für Studierende aus der EU reicht in der Regel eine gesetzliche Krankenversicherung aus dem Heimatland. Alle anderen Studierenden müssen eine deutsche Krankenversicherung abschließen, die monatlich rund 110 Euro kostet. Wenn du allerdings älter als 30 Jahre bist, steigt auch der Mitgliedsbeitrag auf mindestens 170 Euro im Monat.
Zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten zahlst du an deiner Hochschule einen Semesterbeitrag, der zwischen 100 und 300 Euro liegt. Dafür erhältst du in der Regel ein Semesterticket, das dir den kostenlosen oder vergünstigten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht.
Nebenjob und Stipendien
Studierende aus der EU bzw. aus den EWR-Ländern können genauso viel arbeiten wie deutsche Studierende. Für Studierende aus Nicht-EU-Ländern gelten bestimmte Arbeitszeitbeschränkungen (maximal 140 ganze oder 280 halbe Tage im Jahr). Ein weiteres hilfreiches Finanzierungsmittel ist ein Stipendium.