Nach Deiner
Ankunft
Organisation ist alles – auch bei deinem Studium in Sachsen. Du hast dein Fach gewählt, deine Hochschule gefunden und nun schaffst du dir dein ideales Lebensumfeld. Dazu gehören Behördengänge ebenso wie ein Bankkonto und der Besuch von Orientierungsveranstaltungen. Klingt viel? Keine Sorge, in kleinen Schritten schaffst du das.
Erst ankommen, dann anmelden
Sobald du in Sachsen angekommen bist und eine Unterkunft hast, solltest du dich innerhalb von ein bis zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt registrieren. Die Frist kann je nach Amt variieren – wichtig ist das Datum der Terminvereinbarung, nicht der eigentliche Termin. Beim Termin füllst du ein Formular aus und bekommst deine Meldebestätigung. Diese brauchst du auch für die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis, wenn du aus dem Nicht-EU-Ausland kommst. In manchen Regionen heißt das Einwohnermeldeamt übrigens auch Bürgerbüro oder Bezirksamt.
Für die Anmeldung benötigst du:
- Personalausweis oder Pass (+ Visum)
- Wohnungsgeberbestätigung, vom Vermietenden ausgefüllt und unterzeichnet
- Eheurkunde (falls vorhanden)
- Geburtsurkunde von Kindern im Original und amtl. Übersetzung (falls vorhanden)
Die Anmeldung ist kostenlos. Bewahre die Meldebestätigung gut auf – du brauchst sie zum Beispiel bei einem Umzug.
Die Wohnungsgeberbestätigung bestätigt deinen Wohnsitz in Deutschland. Du kannst das Formular online herunterladen und von der Vermieterin oder dem Vermieter ausfüllen lassen. Im Studentenwohnheim übernimmt das Studentenwerk das für dich.
Studierende aus der EU, dem EWR oder der Schweiz benötigen keine Aufenthaltserlaubnis. Alle anderen müssen sie innerhalb der ersten drei Monate bei der Ausländerbehörde beantragen. Sie kostet ca. 100 Euro und ist meist ein bis zwei Jahre gültig. Für eine Verlängerung musst du in der Regelstudienzeit bleiben – eine Bestätigung bekommst du von deiner Hochschule. Stelle den Antrag rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit.
Dokumente für die Ausländerbehörde:
- gültiger Pass (+ Visum)
- Meldebestätigung
- Nachweis Krankenversicherung
- Immatrikulationsbescheinigung deiner deutschen Hochschule
- Mietvertrag bzw. Wohnungsbestätigung
- Passfoto (biometrisch)
Bankkonto eröffnen
Ein Girokonto ermöglicht dir, regelmäßig anfallende Zahlungen wie Miete, Internet, Telefon oder Versicherungen per Dauerauftrag oder Lastschrift sicher und bequem abzuwickeln. Außerdem kannst du an Geldautomaten in ganz Deutschland Bargeld abheben, wobei je nach Bank Gebühren anfallen können. Bargeldloses Bezahlen mit der EC-Karte ist an vielen Kassen problemlos möglich. Für Studierende ist ein Girokonto in der Regel kostenlos – ein echter Pluspunkt. Im Ausland funktioniert deine Girokarte allerdings nur eingeschränkt, meist nur, wenn sie an das Maestro-System oder ein ähnliches internationales Netzwerk angeschlossen ist. Vor einer Reise solltest du dich daher bei deiner Bank informieren, wie deine Karte im Ausland einsetzbar ist.
Ob du dein Konto bei einer Filialbank oder einer Onlinebank eröffnest, liegt ganz bei dir. Während Filialbanken persönlichen Service vor Ort bieten, kannst du bei Onlinebanken alle Bankgeschäfte bequem digital erledigen. In nahezu jeder Stadt findest du passende Angebote – oder du informierst dich direkt im Netz.
Gut zu wissen
Achtung, verwechsle dein Bankkonto nicht mit deinem Sperrkonto. Dieses brauchst du nämlich extra, um deine finanziellen Mittel bereits vor Studienbeginn nachzuweisen.
Willkommen im Studium
Am Anfang deines Studiums wirst du so einige Fragen haben. Keine Sorge, das geht vielen deiner baldigen Kommilitoninnen und Kommilitonen ähnlich. Daher bieten die Hochschulen in Sachsen hilfreiche Orientierungsveranstaltungen an. Du kannst dich aber auch jeder Zeit an dein International Office wenden.